Für 2022 gibt es, anders als in den Vorjahren, kein einheitliches Jahressteuergesetz. Die zum 01.01.2022 wirksam gewordenen Änderungen ergeben sich vielmehr aus unterschiedlichen, bereits verabschiedeten Einzelgesetzen. Über einige wichtige Änderungen mit Auswirkung auf das Jahr 2022 möchten wir Sie im Folgenden informieren:

 

Anhebung des Mindestlohns

 

Ab dem 01.01.2022 steigt der gesetzliche Mindestlohn um 0,20 EUR von derzeit 9,62 EUR auf 9,82 EUR je Stunde. Eine weitere Erhöhung folgt bereits zum 01.07.2022 auf dann 10,45 EUR je Stunde.

 

Anhebung des Grundfreibetrags

 

Ein zu versteuerndes Einkommen, welches als sog. „Existenzminimum“ den Grundfreibetrag nicht übersteigt, unterliegt nicht der Einkommensteuer. Dieser Grundfreibetrag wird im Jahr 2022 auf 9.984 EUR (bzw. 19.968 EUR bei Zusammenveranlagung) angehoben.

 

Steuerfreier Bonus an Arbeitnehmer

 

Bereits in den letzten beiden Jahren hatten Arbeitgeber die Möglichkeit, ihren Arbeitnehmern eine sog. Corona-Sonderzahlung von bis zu 1.500 EUR einmalig steuerfrei auszuzahlen. Diese Möglichkeit wurde nunmehr bis zum 31.03.2022 verlängert.

 

Sachzuwendungen an Arbeitnehmer

 

Bisher durften Arbeitnehmer Sachzuwendungen in Höhe von maximal 44 EUR pro Monat steuerfrei erhalten. Diese steuerfreie Sachbezugsgrenze wurde zum 01.01.2022 auf 50 EUR pro Monat erhöht.

 

Homeoffice-Pauschale

 

Arbeitnehmer können für ihre Tätigkeit im „Homeoffice“ in den Jahren 2020 und 2021 einen Pauschbetrag von täglich 5 EUR (maximal 600 EUR pro Jahr) ohne Kostennachweis als Werbungskosten abziehen. Voraussetzung ist, dass die Tätigkeit an diesem Tag ausschließlich in der häuslichen Wohnung ausgeübt wird und kein steuerlich anzuerkennendes Arbeitszimmer vorhanden ist bzw. nicht geltend gemacht wird. Dem Koalitionsvertrag von SPD, FDP und den Grünen zufolge soll die Homeoffice-Pauschale auch für das Jahr 2022 gelten.

 

Fristverlängerung für Steuererklärungen 2020

 

Die Erklärungsfrist für 2020 war bereits in der Vergangenheit allgemein (für beratene und nicht beratene Fälle) um drei Monate verlängert worden, so dass für beratene Fälle nunmehr der 31.05.2022 galt. Nach dem Regierungsentwurf eines Vierten Corona-Steuerhilfegesetzes soll die Erklärungsfrist (nur) für beratene Steuerpflichtige nun um weitere drei Monate auf insgesamt sechs Monate bis zum 31.08.2022 verlängert werden.

 

Für allgemeine Fragen zu diesem Thema stehen Ihnen unser Geschäftsführer Herr Penzel und unsere Steuerberaterin Frau Lorenz unter Tel. 0351/8070140 gern zur Verfügung.

 

 

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